Bericht über den Besuch der Ausstellung "Erde - Element des Lebens"

Im Museum am Lindenplatz in Weil am Rhein wurde vom 27.03. - 17.08. 2003 jeweils am Wochenende die Ausstellung "Erde - Element des Lebens" gezeigt.

Mit einer kleinen Gruppe unseres Vereins (es war sehr heiß an diesem Tag) ging unser Mitglied Siegrid Schulte, die im Weiler Museumskreis aktiv mitarbeitet, in einer Sonderführung durch die Ausstellung.

Im landwirtschaftlichen Bereich standen wir vor ausgewachsenen Gurkenpflanzen, die ohne Erde - nur in einer Nährlösung - wachsen und hörten von den wilden Ackerkräutern, die viel über die Zusammensetzung im Boden verraten. Der Landfrauenverein zeigte in diesem Raum Früchte der Erde: Getreide und Gemüse.

Eine raumgroß aus Maschendraht und Papier mit Kleister gestaltete Höhle mit farbigen Höhlenmalereien, einem Steinbeil und Feuerstein-Schaber führte uns in die menschliche Frühzeit. Auch heute malt ein Künstler mit farbigen Erden Bilder, die in einem anderen Raum zu sehen waren. Dort hatte auch eine Schulklasse mit Erde in einer anderen Form experimentiert: Beton.

Eindruck machten die vielen Mineralienfunde in den Vitrinen: z.B. ein großes Stück Lava aus der Vulkaneifel, Fossilien sowie der in der Weiler Kiesgrube gefundene Mammutzahn.

Aus römischer Zeit sind eine schöne gläserne Urne, Münzen, Messer und Kleinplastiken sowie Keramiken zu sehen, die alle aus Ausgrabungen an der Jahnhalle in Weil am Rhein stammen.

Die unterschiedlichsten Erdgöttinnen aus der Antike in Form von Plastiken beeindruckten uns im nächsten Raum. Erdbeben live konnten wir auf einer beweglichen Holzplatte erfühlen - vielleicht war es im Jahre 1356 auch so in Basel. Das Thema "Kompostierung" hatten Weiler Schulklassen erarbeitet und eindrucksvoll an Wandtafeln und in Objekten demonstriert.

Ein Gefühl für das Leben unter der Erde bekamen wir, als wir uns im Keller in dem "begehbaren" Maulwurfsgang (mit Torf auf Drahtgeflecht nachgebildet) befanden. Glucksende und gurgelnde Wassergeräusche, aber auch Kinderlachen und Gewitter kann der tierische Erdbewohner wahrnehmen. An der Wand hingen die Fotos der unterirdisch lebenden Tiere und hinter einer Glaswand konnte man ihr Gewimmel im Licht einer Taschenlampe sehen.

Siegrid Schulte war bei ihrer interessanten und informativen Führung ihr persönliches Engagement anzumerken, so dass der Rundgang zu einem kurzweiligen und lehrreichen zweistündigen Besuch wurde.

Einhelliges Urteil aller Teilnehmer:

Eine gelungene Ausstellung - für einen Besuch sehr zu empfehlen!

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