Eimeldinger Dorfbild im Wandel der Zeit

Beim Dorffest vom 4. bis 6. September 2004 zeigte der Geschichtsverein im Rathaussaal von Eimeldingen seine schon zum lieb gewordenen Rahmenprogramm gehörende nächste Ausstellung. Der 2. Vorsitzende Hermann Jacob hatte sich zum Ziel gesetzt, anhand von alten Landkarten, historischen Plänen, Postkarten und Luftbildern die Entwicklung des Dorfes im Lauf der Jahrhunderte nachvollziehbar zu machen.

Seit Ende der 70-er Jahre, als das erste Wohngebiet im Schafacker entstand, hat sich die bebaute Fläche immer weiter ausgedehnt. Aber der Blick ging auch zurück in eine Zeit, als es noch keine Eisenbahn gab und sich bei der Kanderbrücke die von Alleebäumen gesäumte Basler Straße und die Rheinfelder Straße als Hauptachsen trennten.

Eine Karte aus dem Jahr 1797 zeigte eindrücklich das noch dünn besiedelte Gebiet, als Weil nicht größer war als Binzen und Eimeldingen nur aus den wenigen Häusern rund um die Kirche bestand. Auf dieser Karte und einer weiteren Karte von 1845 war noch der Wald eingezeichnet, der einst zwischen Eimeldingen und Fischingen stand.

Luftbilder aus den Jahren 1931, 1945, 1967 und 1995 stießen auf großes Interesse. Am 27. April 1945 hatten die Amerikaner das ehemalige Arbeitsdienstlager an der Märkter Straße samt der Schützengräben in Richtung Märkter Wald fotografiert. Aber auch die älteste Darstellung von Eimeldingen, der Merian-Stich von 1624 wurde gezeigt neben Aquarellen und Zeichnungen aus jüngerer Zeit. Die Ausstellung rief bei älteren Besuchern manche Erinnerungen wach, bot für neu Zugezogene eine willkommene Orientierung auch machte auch junge Leute neugierig. Ein schöner Erfolg also.

 

Zurück